• Slide 1

    Willkommen
    im Urlaub

  • Slide 2

    Entdecken Sie
    die Weite

  • Slide 3

    Besuchen Sie
    interessante Metropolen

Polska, Polska, Polska

Dieses Mal hat mich meine Reise nach Polen geführt. Viele denken sich jetzt wahrscheinlich: “Was will man denn in Polen?!“ Nun gut, diese Frage habe ich mir zu Beginn auch gestellt, aber man muss sich einfach nur einmal etwas intensiver mit diesem wirklich sehr vielfältigen Land auseinandersetzen. In erster Linie sollte der Urlaub günstig sein und trotzdem etwas Besonderes, mal etwas anderes sein. Diese Kriterien erfüllt Polen zu 100%. Neben einigen interessanten Städten, wie z.B. Krakau, Warschau oder Danzig, bietet die polnische Nordsee Strände zum Baden und der Süden Berge zum Wandern.

Da das Wetter im März für einen Strandurlaub natürlich noch absolut ungeeignet ist, haben wir unseren Urlaub im Süden von Polen verbracht. Hier ist unsere erste Station Krakau gewesen.

Die Stadt Krakau ist für ihren gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern und das jüdische Viertel bekannt. Hier kann man es wirklich ein paar Tage aushalten. Die Altstadt punktet mit dem großen Marktplatz, den Tuchhallen und der Marienkirche. Diese muss man sich unbedingt von innen ansehen, ich war wirklich fasziniert von der prunkvollen und imposanten Gestaltung.

Das jüdische Viertel Kazimierz hat mich nicht überzeugt. Ich war sehr erschrocken darüber, wie heruntergekommen und kaputt die Gebäude teilweise immer noch sind. Dies als “Jüdische Architektur“ zu bezeichnen ist wirklich reine Beschönigung.

Etwas versteckt hinter eine Bahnlinie liegt der jüdische Friedhof "Neuer jüdischer Friedhof" (1800 angelegt). Hier stapeln sich wortwörtlich die Grabsteine übereinander, es herrscht eine heillose Unordnung, viele Grabsteine sind zerstört, viele Gräber verrotten einfach nur vor sich hin. Für mich der traurigste Friedhof der Welt.

Die Schindler Fabrik wurde in ein Museum umgewandelt. Hier liegt der Fokus leider nicht auf der Fabrik, sondern eher auf der Geschichte der Juden im 2. Weltkrieg allgemein. Trotzdem wirklich gut gemacht und auf jeden Fall sehenswert. Leider gibt es pro Tag immer nur eine limitierte Anzahl an Tickets, daher also am besten früh vor Ort sein.

Von Krakau aus kann man sehr gut einen Tagesausflug in das KZ Auschwitz-Birkenau machen. Organisierte Touren sind überall buchbar, bitte im Vorfeld um Tickets kümmern, die Nachfrage ist immer sehr hoch. Zur Besichtigung selber muss man glaube ich nicht viel sagen. Es ist bedrückend, grausam, niederschmetternd. Jeder sollte es einmal gesehen haben!

Nach vier Übernachtungen ging unsere Weiterfahrt dann weiter in den Süden Polens, unser Ziel war Zakopane. Der vor allem für Wintersport beliebte Ort liegt am Fuße des kleinsten Hochgebirges der Welt, der Hohen Tatra und ist für seine besondere Holz-Architektur der Häuser bekannt. Wanderer finden in dem Tatra Nationalpark wunderschöne Pfade zu Gipfeln, klaren Bergseen und herrlichen Wasserfällen. Am bekanntesten ist die Strecke von Zakopane bis zum berühmten Bergsee Morskie Oko/Meeresauge. Wer es bequem haben möchte, lässt sich per Pferdeschlitten fahren. Leider war uns dieses Ziel aufgrund des Wetters nicht vergönnt und wir haben einen Tag in einer der zahlreichen Thermen rund um Zakopane verbracht.

Zum Schluss unserer Reise haben wir noch eine Nacht in dem kleinen Dorf Chocholow verbracht. Da die Häuser hier fast alle aus Holz gebaut sind, wird Das Dorf oft als lebendiges Freilichtmuseum bezeichnet. Hier ist wirklich der Hund begraben, schön war es trotzdem.

Mein Fazit zu Polen:

Ich habe noch nie so einen günstigen und gleichzeitig trotzdem interessanten Urlaub gemacht, die Nebenkosten sind wirklich kaum der Rede wert. Polen ist sehr vielfältig und bietet wirklich für jede Interessen eine passende Urlaubsregion. Für einen Städtetrip würde ich jederzeit wieder hinfliegen, man lernt aber auch Deutschland sehr zu schätzen.