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Pollenca und seine El Calvari - ein Besuch auf Mallorca

Schon mal von der El Calvari gehört? Oder von dem schönen Ort Pollenca, hoch oben im Norden Mallorcas?

Ich war jetzt auch das erste Mal hier und kann Euch berichten: Pollenca ist ein beschaulischer Ort mit engen Gassen, schönen Plätzen, netten Geschäften und einladenden Lokalen. Umgeben von weiten Bergen, fruchtbaren Feldern und wundervollen Buchten wartet er auf seine Besucher, die bereits bei der Anfahrt hierher durch die Landschaft gefangen genommen werden.

Berichten möchte ich über den Hausberg der kleinen Stadt, den Kalvarienberg. Schon der Name lässt an Buße und Religion denken. Was ja auch stimmt. Auf diesen Berg führt eine breite und wundervolle Treppe ganze 365 Stufen in die Höhe hinauf. Durchhalten ist angesagt. Den Weg begleiten 14 Kreuze aus Stein, die 2,90 m hoch sind. Sie wurden an den Stationen eines alten Kreuzwegs aus Keramik aufgestellt. Ihre Segnung erfolgte im Jahre 1879 und sie wurde 1907 endlich nach mehreren Arbeitsetappen fertig gestellt.

Wirklich beeindruckend. Oben angekommen lohnt sich ein Besuch der kleinen Kapelle. Direkt nebenan kann der Durst gelöscht werden und man ist wieder bereit, herrliche Ausblicke zu genießen.

Dabei sollte man sich vorstellen, wie das früher mal so war: nach der Eroberung Mallorcas im Jahre 1229 übergab König Jaime I den Bezirk dem Tempelorden. Damit wurden die Ritter Eigentümer des 120 m hohen Hügels, der dann später Puig d'en Porquer hieß. Bis 1830 war er im Besitz des Malteserordens und gelangte erst durch Verkauf 1860 in den Besitz der Stadt Pollenca.

Wir sollten es uns vornehmen, hier mal am Karfreitag dabei zu sein, wenn auf dem Vorplatz der Kapelle eine Szene dr Passionsgeschichte aufgeführt wird, nämlich die Kreuzabnahme Jesu. Es ist bestimmt beeindruckend, wenn vor vielen Menschen und in gänzlicher Stille der Gekreuzigte vom Holz genommen wird, um ihn dann in einer Prozession die Freitreppe hinab bis zur Gemeindekirche zu begleiten, wo die Grablegung stattfindet. Dabei sein, das fände ich toll: ich würde in der Prozession römische Centurionen, trauernde Menschen, Bußbruderschaften, Würdenträger des Kalvarienberges in strikter Trauerkleidung und mit dem traditionellen mallorquinischen Umhang bekleidet, beobachten, wie sie die Prozessionsfigur durch die dunkle Nacht tragen, begleitet vom Gesang des Miserere Mei Deus.

Vielleicht bin ich ja mal über Ostern auf Mallorca und werde dann dieses Fest bestimmt nicht versäumen.

Wie ist das mit Euch? Ein passendes Hotel wüsste ich schon!

Eure Marlies Hoffmann