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Allgemeine Informationen zum Ausbildungsberuf Tourismuskaufmann/-frau Kaufmann/-frau für Privat- und Geschäftsreisen

Alles für die Weltmeister

Die Deutschen sind Weltmeister. Nicht nur im Fußball, sondern auch im Reisen. Bis auf sehr kurze Unterbrechungen halten wir diesen Spitzenplatz schon seit vielen Jahren. Kein Wunder, dass die Tourismusbranche boomt und auch für die Zukunft glänzende Aussichten verspricht. Damit Reisende immer neue, interessante, manchmal auch ausgefallene Reiseangebote bekommen, muss der Tourismuskaufmann oder die Tourismuskauffrau über die vielen Angebote der Veranstalter informiert sein. Und natürlich muss er oder sie den Kunden ganz individuell und fachkundig beraten können. Zum Beispiel im Reisebüro. Denn Reisebüros – Internet hin, Internet her – werden ganz sicher nicht von der Bildfläche verschwinden. Auch wenn es oft billiger ist, online zu buchen. Viele Menschen haben weder Lust noch Zeit, sich durch die vielen Angebote zu wühlen und kommen lieber ins Reisebüro, um ihren Urlaub zu planen. Besonders dann, wenn Individualreisen organisiert werden sollen. Denn in diesem Fall sind die Reisewünsche sehr komplex, vielleicht möchte der Kunde in ein besonders exotisches Land reisen, mehrere Zwischenstopps einlegen, hier und dort die Sehenswürdigkeiten besuchen oder nur in ganz speziellen Unterkünften wohnen. Der Tourismuskaufmann oder die Tourismuskauffrau nimmt sich aller Wünsche an und erstellt ein ganz individuelles Reiseprogramm. Er oder sie klärt natürlich auch über die Einreisebestimmungen auf, informiert über besondere Gesundheitsrisiken und wie man sich davor schützen kann oder verrät den einen oder anderen „Geheimtipp“.

Doch auch die Reisen, die man im Internet buchen kann, müssen irgendwo herkommen. Tourismuskaufleute arbeiten daher nicht nur in der direkten Kundenbetreuung, sondern auch beim Reiseveranstalter selbst, also bei jenen, die Reisen in die ganze Welt von A wie Australien bis Z wie Zypern anbieten und selbst zusammenstellen. Im Übrigen nicht nur für Privatleute, denn auch die Geschäftswelt wird immer internationaler. Ein spezieller Bereich dieses Berufs ist daher die Vermarktung und der Verkauf von Geschäftsreisen. Denn sowohl große als auch mittelständische Unternehmen entscheiden sich immer häufiger, die Reisen für ihre Angestellten über ein spezialisiertes Reisebüro abwickeln zu lassen.

Tourismuskaufleute wissen ebenso gut über die Reiseziele und die Besonderheiten in den verschiedenen Ländern Bescheid, wie über die Vorlieben und Geschmäcker der Kunden. Deshalb sind sie oft beteiligt, wenn neue Reisekonzepte erstellt und vermarktet werden sollen. Dabei berücksichtigen sie selbstverständlich auch, dass alles immer schön bezahlbar bleibt. Sie kalkulieren Angebote, verhandeln mit Hotels, um Kontingente zu kaufen oder günstigere Preise zu vereinbaren und rechnen die gebuchten Reisen mit ihren Kunden ab.

Für den Beruf des Tourismuskaufmannes/der Tourismuskauffrau sollte man mindestens eine, besser noch zwei Fremdsprachen gut beherrschen und bereit sein, sich auch in rechtliche Fragen (Vertrags- und Reiserecht) einzuarbeiten. Denn schließlich können auch Tourismuskaufleute nicht gegen alle Eventualitäten gewappnet sein. Der Reisemarkt ist dafür einfach zu groß, aber gerade das bietet die besten Zukunftschancen.

Gehalt & Verdienst Tourismuskaufmann

Als Tourismuskauffrau bzw. –mann planst und vermittelst du Traumreisen rund um den Globus – klar, dass du selbst auch was von der Welt sehen möchtest. Damit das nicht am Gehalt scheitert, heißt es, sich frühzeitig schlau zu machen, was du als Tourismuskaufmann verdienst.

Ausbildungsgehalt Tourismuskaufmann

  1. Ausbildungsjahr: 797 Euro

  2. Ausbildungsjahr: 908 Euro

  3. Ausbildungsjahr: 1052 Euro

Einstiegsgehalt:

1700 bis 2000 Euro (Brutto)

Während der Ausbildung zum Tourismuskaufmann ist das Gehalt noch vergleichsweise gering. In dem ersten Jahr liegt es zwischen 695 und 797 Euro, im zweiten Jahr steigt es auf 735 bis 908 Euro, im dritten Lehrjahr liegt es zwischen 900 und 1052 Euro. Denn auch wenn du dich in den Betrieb einbringst, solange du „in der Ausbildung“ bist, müssen deine Ausbilder viel Zeit investieren, um dir deine Aufgaben zu zeigen und dir die nötigen Kenntnisse zu vermitteln. Umso länger du dabei bist, desto wertvoller wird also auch deine Hilfe als Tourismuskauffrau und desto höher dein Gehalt.

Hast du deine Ausbildung zum Tourismuskaufmann erfolgreich abgeschlossen, wartet eine große Gehaltserhöhung auf dich. Du kannst mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 1.850 Euro brutto rechnen. Dein Gehalt ist natürlich umso höher, je mehr Verantwortung du in deinem Aufgabengebiet hast. Bist du beispielsweise in der Planung und Organisation von Reiseveranstaltungen tätig, kannst du als Tourismuskauffrau mit einem höheren Gehalt rechnen, als im Bereich Reisevermittlung. 

Generell hast du als Tourismuskauffrau in puncto Gehalt eine sehr gute Ausgangssituation. Eine Steigerung des Gehaltes bis zu 3.000 Euro brutto monatlich ist durchaus realistisch, hinzu kommen vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Absolvierst du beispielsweise eine Weiterbildung zum Tourismusfachwirt, kannst du Führungspositionen einnehmen und damit Gehaltsstufen von über 3.000 Euro monatlich erreichen. Noch weiter aufsteigen kannst du mit einer Weiterbildung zum Tourismusbetriebswirt. Gehälter bis zu 5.000 Euro sind hier bei entsprechender Beförderung nicht unrealistisch. 

Natürlich hängt dein Aufstieg auf der Karriere- und Gehaltsleiter von verschiedenen Faktoren ab. Neben den Jahren deiner Berufserfahrung und dem Qualifikationsgrad, den du erreicht hast, spielen auch Faktoren, die du kaum oder nur wenig beeinflussen kannst, eine Rolle. So besteht nach wie vor ein Ost-West-Gefälle in Deutschland, das heißt durchschnittlich verdienen Tourismuskaufleute in den neuen Bundesländern ein geringeres Gehalt als Tourismuskaufleute in den alten Ländern. Ebenso erzielen Tourismuskaufmänner im Schnitt ein höheres Gehalt als Tourismuskauffrauen.

Tourismuskaufleute haben aber nicht nur ein gutes Verdienst, sondern profitieren auch von zahlreichen Vergünstigungen. Möchtest du an deinen freien Tagen selbst in den Flieger steigen und die Welt erkunden, kannst du dies zu einem stark ermäßigten Preis. Daneben wirst du aber auch beruflich viel unterwegs sein. Damit die Reisebüros nicht versprechen, was sie später nicht halten können, überprüfen die Mitarbeiter die Partnerhotels regelmäßig vor Ort. Die Reisen werden natürlich von deinem Arbeitgeber finanziert. Auch wenn du während dieser Testreisen viel arbeiten wirst, hast du dennoch auch die Möglichkeit, den Ort und die Reise zu genießen.

Ausbildungsrahmenplan:  https://www.aachen.ihk.de/blob/acihk24/bildung/downloads/603480/5db4b7bd6487cdc5019da5ba18af56c1/tourismuskaufmann_arp-data.pdf

Studium: nähere Informatioen unter http://kft.berufskolleg1.de/kft/cms/front_content.php?idcat=16 oder http://www.iubh-dualesstudium.de/